Donnerstag, 17. Februar 2011

bekommt ein altes Konzept "offshore" neues Potential?

http://www.heise.de/tr/artikel/Schwimmende-Windmuehlen-1185699.html

"Offshore-Windkraftanlagen sind noch immer eine kostspielige Angelegenheit. Zwei Unternehmen wollen nun mit einem neuen Turbinendesign gegensteuern.
Mühlen, die auf Schwimmkörpern installiert werden, können die stärkeren und regelmäßigeren Winde im offenen Meer nutzen. Solche Tiefwasserinstallationen sind momentan allerdings noch sehr teuer, weil die benötigten Auftriebssegmente gigantische Ausmaße annehmen. Ein Projekt in Frankreich, das ein neuartiges, kostengünstiges Turbinendesign nutzt, könnte das Problem lösen."

Naja, so neu ist das Konzept der vertikalen Rotoren ja nun auch nicht wieder :-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Darrieus-Rotor
http://de.wikipedia.org/wiki/Savonius-Rotor

Aber egal, schön, wenn sich was bewegt!


Montag, 19. Juli 2010

Biokraftstoff für Flugzeuge

Von Algen produziertes Öl wurde bisher überwiegend nur von der Kosmetikindustrie eingesetzt. Dementsprechend niedrig war bisher die Jahresproduktion: 10 000 Tonnen!
Das könnte sich bald ändern, denn es ist in den Fokus der Luftfahrtindustrie gelangt.
Allerdings:
"Wollte man den gesamten Kerosinverbrauch durch Algensprit ersetzen, brauchte man bei der derzeitigen Produktionstechnik Brutreaktoren auf einer Fläche von 68.000 Quadratkilometern - was in etwa der Größe Irlands entspricht.
Mit Hilfe von Sonnenlicht verwandeln die winzigen Wasserlebewesen das Kohlendioxid aus der Luft in Öl. Biotechnologe Pulz plant, die Algen mit CO² zu füttern, das aus den Abgasen von Kohlekraftwerken stammt.
 ...
Dieser Tage durchläuft der Algensprit einen strengen Zertifizierungsprozess. Am Institut für Verbrennungstechnik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart untersucht der Chemiker Clemens Naumann das Pflanzenextrakt auf seine Eigenschaften."In der Raffinerie lässt sich die Substanz mit fast identischen Charakteristika ausstatten, wie sie herkömmliches Kerosin hat", sagt Naumann.
Der Ökosprit bietet dabei sogar noch einen überraschenden Vorteil: Der Algensaft enthält rund zehn Prozent mehr Energie als Kerosin. Naumann: "Mit gleichem Tankinhalt fliegen die Maschinen weiter."

Quelle: Spiegel online

Montag, 2. November 2009

Solarzellen mit optischen Fasern

Der Wirkungsgrad der kürzlich in Grossbritanien auf den Markt gebrachten Farbstoffsolarzellen (nach ihrem Erfinder "Grätzel-Zellen" genannt), die Farbstoff-Moleküle nutzen, um einfallendes Licht zu absorbieren und in frei bewegliche Elektronen umzuwandeln, liegt bei 11 % und ist somit durchaus steigerungswürdig. IhrVorteil liegt allerdings darin, dass aufgrund der verwendeten Materialien (Nanostrukturen) hauchdünne biegsame Solarfolien hergestellt werden können.
Nun wurde im Georgia Institute of Technology eine Methode entwickelt, den Wirkungsgrad  zu steigern, indem diese um Glasfasern gewickelt wurden. Durch diesen Trick gelangt mehr Sonnenlicht in die Struktur und das bei gleicher Oberfläche.
"Die kombinierten Faser-Farbstoff-Zellen wandeln – bei gleicher Fläche – sechs Mal mehr Sonnenlicht in Strom um als Zinkoxid-Zellen. Sollte es gelingen, sie mit Fasern aus einem billigen Polymer statt wie jetzt aus Quarz zu produzieren, dürfte ihre Herstellung aber nicht mehr kosten."


Mehr darüber in einem sehr interessanten Beitrag hier: Technology Review

Mittwoch, 26. August 2009

Megaprojekte vs. dezentrale Energieversorgung

Mehr und mehr beginnen grosse Projekte wie Offshore-Windparks und z.B. das Desertec-Projekt in gewisser Weise eine Konkurrenz zu dezentralen Konzepten der nachhaltigen Energieversorgung zu treten. Mit der erkennbaren Möglichkeit wirtschaftlich bzw. gewinnbringend Sonne und Wind in Energie zu wandeln kommen die grossen Player ins Spiel. Auch der Fokus der Förderpolitik beginnt sich in Richtung Grossprojekte zu verschieben.
"Schön daran ist, dass erneuerbare Energieversorgung jetzt augenscheinlich allgemein anerkannt ist, sowohl was ihre Notwendigkeit als auch ihren weiteren Erfolg bei der allmählichen Ablöse der konventionellen Energieträger angeht. Doch die Konzentration auf große Offshore-Windkraft- und Wüstenstromkraftwerke allein würde nichts an den bekannten Energieversorgungsstrukturen ändern. Die Produktion in zentralen Großkraftwerken und eine neue Abhängigkeit, von nicht gerade demokratisch legitimierten Regierungen, diesmal im Maghreb, kommt einem doch irgendwie schon bekannt vor. Sollten EE-Großprojekte deshalb nicht am besten eingebunden bleiben als Teil einer insgesamt vorrangig lokal vernetzten erneuerbaren Energiegewinnung?"
Diese Frage stellt ein sehr lesenswerter Artikel in Telepolis (Quelle)

Montag, 24. August 2009

Neue Mikro-Brennstoffzelle aus Japan

Am National Institute of Advanced Industrial Science and Technology in Japan wurde eine neue Festoxid-Brennstoffzelle entwickelt, die bei niedrigeren Temperaturen als herkömmlich arbeitet.
Sie hat die Form einer kleinen Röhre mit einem Durchmesser von nur zwei Millimetern. Bei 600 Grad Celsius liefert sie ein Watt Leistung. Konventionelle Festoxidbrennstoffzellen haben Betriebstemperaturen oberhalb von 700 Grad, was mögliche Anwendungsbereiche wie z:B. den Einsatz in Handies und anderen tragbaren Kleingeräten stark einschränkt.
Die Festoxid-Brennstoffzellen arbeiten mit einer Vielzahl von Brennstoffen und nicht nur mit Wasserstoff wie die bekannten platinbasierten Zellen, zudem ist ihr Wirkungsgrad höher.

Quelle und mehr Information: Technology Review

Montag, 10. August 2009

Weltgrösster Windpark entsteht in China

Mit einer Leistung von 5,16 Gigawatt bis Ende 2010 und in weiteren Ausbaustufen bis 2015 12,71 GW und bis 2020 schließlich 20 GW entsteht in Jiuquan, China zur Zeit ein Windpark mit einer Leistung, die fast dem entspricht, was an Windkraftanlagen derzeit in ganz Deutschland installiert ist. Dafür müssen 4000  bis 10000 Windräder (je nach Auslegung der Anlagen) installiert werden.
Jiuquan liegt in der Wüste Gobi und ist bisher hauptsächlich ein Raketenstartzentrum.
Sieben weitere Parks mit einer Gesamtleistung von 120 GW sollen in China bis 2020 ans Netz gehen.

Quelle: Telepolis